Unser Jahresthema

Sepulkralkunst

Die Galerie KunstKonvent widmet sich in ihrem diesjährigen Jahresprogramm der Sepulkralkunst. Dabei legt die Galerie den Fokus auf die Kultur des Erinnerns, des Bestattens sowie des Trauerns. Wir versuchen, mit den Kunstwerken in Kombination mit dem Ausstellungsort – dem Skulpturenpark – eine Atmosphäre zu schaffen, die von einmaliger Schönheit ist. Die Skulpturen in der Landschaft und die dort weidenden Esel lassen eine schöpferische Kraft spürbar werden, die ganz besonders ist.

So, wie Kunstwerke in diesem Kontext überhaupt eine Form darstellen, mit dem Tod umzugehen, ihn ins Gedächtnis zu rufen oder um ihn zu bearbeiten, so lassen Skulpturen unterschiedlichen Materials, Größe und Eigenschaften die Erinnerung an den Verstorbenen lebendig werden. Diese umfassen kunstvoll gestaltete Gedenkobjekte, die sich durch ihre besondere Ikonografie auszeichnen. Das Besondere der im Skulpturenpark der Galerie KunstKonvent ausgestellten Werke ist die jeweils spezifische Bearbeitung der Intimität des Todes. Es geht um soziale Beziehungen des Verstorbenen, die künstlerisch thematisiert werden.

Warum sollte der Tod nicht stärker in die Wahrnehmung des Lebens öffentlich eingebunden sein? Kann das Erinnern dem Tod eine Art Schönheit abgewinnen? Ein Bildhauer kann etwas zu diesem Thema beitragen, indem er einen besonderen Ort für den Verstorbenen schafft.

Als Gegenpol zu der zunehmenden Banalität des alltäglichen Sterbens bis hin zur Tabuisierung des Todes in Form fehlender Wahrnehmbarkeit stehen die Orte des Erinnerns. Fließende seelische Räume als Verbindung zwischen Leben und Tod, die als solche wahrgenommen werden wollen, sind unser Ziel. In unserer Herangehensweise möchten wir den Tod nicht trivialisieren. Kunst soll den Tod nicht beschönigen, doch den Weg ebnen zu einer Enttabuisierung und Einbindung des Todes ins Leben.

Das Leben eines Menschen ist heutzutage geprägt von Freiheit und Selbstbestimmung. Wichtig ist, dass der Hinterbliebene etwas hat, was ihm Trost spendet und die Trauer zu bewältigen hilft. Und da können Orte wie eine Erinnerungsstätte – beispielsweise in Form einer gestalteten Nische im Haus oder einer Grabskulptur – eine wichtige Funktion einnehmen. Wenn Kunst neu zu sehen lehrt, wird der Skulpturenpark zum Reflexions-, Denk- und vor allem Wahrnehmungsraum.

In verschiedenen Veranstaltungen setzt sich die Galerie KunstKonvent mit den Aspekten des Lebens und des Todes auseinander.

steinskulptur jahresprogramm

Auftaktveranstaltung zur Ausstellung „Ars moriendi – fließende Räume und Orte des Gedenkens“​

Anhand von Grabskulpturen, Hausaltären und einem Video wird die fließende Bewegung zwischen den Welten – beim Gedanken an das Leben und den Tod – aufgezeigt, die sich durch eine lebensbejahende und schöpferische Kraft auszeichnet. Im Skulpturenpark wird im Einklang mit der Natur, den Skulpturen und den weidenden Eseln eine paradiesische Vorstellung erlebbare Realität.

  • Sonntag, 04. Mai 2025, 11 Uhr Auftaktveranstaltung
  • Sonntag, 25. Mai 2025, 11 Uhr
    Matinée zur Ausstellung
steinskulptur

Spaziergänge im Rahmen der Ausstellung „Ars moriendi – fließende Räume und Orte des Gedenkens“

Der Spaziergang im Skulpturenpark Neue Kunst am Ried führt zu verschiedenen Werken der Gegenwartskunst, die jeweils von der Bewegung zwischen den Welten geprägt sind: Skulpturen für den Innenbereich, die das Gedenken an den Verstorbenen ermöglichen, sowie Werke, die im sepulkralen Kontext die Einzigartigkeit des Einzelnen hervorheben. Geprägt sind diese von Werten, die dem Streben des Humanismus nach Freiheit und Selbstbestimmung nahekommen. Im Einklang mit der Natur, den Skulpturen und den zwischen ihnen weidenden Eseln wird eine Atmosphäre der Zuversicht erlebbar, die von einem besonderen Zauber geprägt ist.

  • Zeitraum: Mai-September 2025 jeden ersten Freitag im Monat jeweils 17 Uhr oder nach Absprache
  • Anmeldung erforderlich

DIE EINZELNEN UND DER WANDEL

Die Bewegung der Bauern forderte Tote und Verletzte, brachte Neubeginn und Selbstbestimmung.

Die Gräber der Einzelnen sind meist vergessen. Gestorben sind sie individuell. An sie als Einzelne soll die Skulptur erinnern, aber auch die Dynamik zeigen, die alle zusammen mit ihrem Einsatz ermöglicht haben. Die gespendeten, danach anonymisierten und in dieser Form neu verwendeten Grabsteine stehen für ein jeweils persönliches Leben.

  • 8. September 2025 Start Umsetzung 21. September 2025
  • offenes Atelier ganztägig

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Riedstraße 26
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